Die Pfarrkirche San Nicola di Bari, entworfen vom Sohn des Bildhauers, der den Trevi-Brunnen erschuf
Die Pfarrkirche San Nicola di Bari befindet sich am höchsten Punkt von Castelnuovo di Farfa, einem Dorf in der Sabina in der Provinz Rieti, das etwa 55 km von Rom entfernt liegt. Entworfen wurde sie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Virginio Bracci – Sohn von Pietro Bracci, dem Bildhauer, der die Oceanus-Skulpturengruppe am Trevi-Brunnen schuf. Eine Kirche mit einer bewegten Geschichte, die elf Jahre lang geschlossen war und dann dank einer sehenswerten Restaurierung wieder zum Leben erweckt wurde.
Ein bedeutender Auftrag
Der Auftraggeber für die neue Kirche war Fürst Lante, der damalige Kommendatarabt von Farfa, der Bracci mit dem Auftrag betraute. Der Architekt entwarf eine spätbarocke Anlage im römischen Stil: elliptischer Grundriss, einschiffig, ein großzügiger Chorraum und sechs Seitenkapellen. Über der Eingangstür befindet sich noch immer der Chorraum mit der antiken Orgel, die im Jahr 1939 von der Firma Pacifico Inzoli und Söhne aus Parma restauriert wurde.
Elf Jahre hinter verschlossenen Türen
Im Jahr 1915 wurde das bereits baufällige Gebäude von einem Erdbeben heimgesucht. Der Verfall verschlimmert sich bis zur Schließung im Jahr 1928. Erst 1939 wurde sie nach einer Restaurierung unter der Leitung des Architekten Filippo Sneider aus Rom wiedereröffnet. Für die technische und künstlerische Leitung war dabei Angelo Salustri Galli gemeinsam mit seiner Frau, Donna Linda aus dem Hause der Markgrafen Theodoli, verantwortlich. Die neuen Fresken stammen hingegen von Ettore Ballerini sowie Alberto und Luigi Albani.