Übersicht
Der 70 Meter hohe und blendend weiße Leuchtturm Vittoria kontrolliert den Golf von Triest von einer Panoramalage auf dem Hügel von Gretta aus. Der zwischen 1923 und 1927 nach einem Entwurf von Arduino Berlam erbaute Leuchtturm besteht im unteren Teil aus hartem Stein aus Aurisina und im oberen Teil aus weißem Stein aus Orsera. Die Basis des Leuchtturms ist die Festung Kressich, eine Artillerie-Station der Marine aus dem Jahr 1854, die bis heute intakt geblieben ist.
Wenn man den Blick ein wenig von seinem Sockel abwendet (auf dem der Satz von D'Annunzio „Splendi e ricorda i caduti sul mare“ (Leuchte und gedenke der Gefallenen auf dem Meer) prangt), trifft man zunächst auf den Anker der Audace, des ersten italienischen Schiffes, das 1918 in Triest ankam, und gleich darüber auf eine große Steinstatue, die Statue des Seemanns von Giovanni Mayer. Die weiße, geriffelte Säule endet mit einem Kapitell, das wiederum den Laternenkäfig trägt, der von einer Bronzekuppel bedeckt ist. Diese Kuppel wird von einer weiteren Statue dominiert, die ebenfalls von Mayer stammt: der geflügelten Victoria, die dem Leuchtturm seinen Namen gab. Die Flügel können sich sogar bewegen und den Schlag simulieren, dank eines Mechanismus aus Federn und Zugstangen, die sich im Inneren der Skulptur befinden. Die Bewegung ermöglicht es, der starken Bora besser zu widerstehen, während die Krone, die auf dem Kopf getragen wird, es ermöglicht, die Schutzanlage vor atmosphärischen Entladungen zu verbergen.