Übersicht
Im Jahr 1898 gründete eine Gruppe prominenter Persönlichkeiten aus der Region das älteste Museum seiner Art in Italien. Seit 1998 ist es im Kloster des Heiligen Franziskus aus dem 14. Jahrhundert untergebracht und wurde vollständig renoviert. Die Ausstellungsfläche, die sich auf den Rundgang und den Lagerbereich verteilt, erstreckt sich über insgesamt 1.700 Quadratmeter. Im Erdgeschoss befindet sich eine Fachbibliothek zur Geschichte der Keramik mit mehr als 1.400 Bänden sowie temporäre Ausstellungen. Die vierzehn Räume sind auf drei Ebenen verteilt und ein Raum ist den keramischen Materialien gewidmet, der auch für Studienaktivitäten ausgestattet ist. Die archäologische Abteilung bietet einen Überblick über die wichtigsten antiken Produktionen in Italien und Griechenland, während das Museum systematisch die lokalen Produktionen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert dokumentiert. Besonders hervorzuheben sind der Abschnitt der Glanzmajolika, der die Werkstätten von Deruta im 16. Jahrhundert berühmt machte, der Abschnitt der „kompendiaria“ Produktion des 17. Jahrhunderts sowie die thematischen Abschnitte, die der Apothekenkeramik, den Majolika-Böden des 16. Jahrhunderts und den Votivtafeln gewidmet sind, die von denen der Wallfahrtskirche Madonna dei Bagni inspiriert wurden. Eine weitere Besonderheit des Museums ist ein vierstöckiger Metallturm, der das Gebäude des ehemaligen Klosters auf allen Ebenen verbindet. Diese Struktur ist für Lagerräume reserviert, für die Öffentlichkeit zugänglich und mit Ausrüstung für Studienaktivitäten ausgestattet.