Übersicht
Die Kathedrale Santa Maria Assunta wurde auf den Überresten einer früheren Basilika aus dem 5. Jahrhundert erbaut und befand sich innerhalb des Umfangs der römischen Stadt.
Im Jahr 1503 wurde von Cesare Borgia der Glockenturm zerstört und dies brachte die Renovierung und Erweiterung des Presbyteriums und der Apsis mit sich. Im Jahr 1865 begann eine weitere radikale Umstrukturierung, wobei jedoch die romanische Fassade aus dem dreizehnten Jahrhundert nicht verändert wurde.
Bei diesen Arbeiten wurde das große Bodenmosaik (ca. 900 m²) entdeckt, das sich über die gesamte Kirche erstreckt und aus der Mitte des 6. Jahrhunderts n. Chr. stammt.
Zudem hat mehr als einen Meter unter der Oberfläche eine Basilika entdeckt, die später mit der frühchristlichen Kathedrale identifiziert wurde. Das Portal aus dem vierzehnten Jahrhundert aus weißem Stein wird von zwei Löwen eingerahmt, die aus dem 12. oder 13. Jahrhundert stammen und wahrscheinlich das Emblem der Familie Malatesta sind. Das Innere der Kirche hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen, sieben Altären und drei Kapellen. Im rechten Seitenschiff kann man die Kapelle des heiligen Terenz bewundern, in der die Reliquien des Heiligen und anderer Schutzheiliger der Stadt aufbewahrt werden, sowie ein Fresko der Muttergottes des Volkes aus dem vierzehnten Jahrhundert. Im linken Seitenschiff hingegen befindet sich die Kapelle des Allerheiligsten Sakraments mit Marmorresten des antiken Baptisteriums. Die beiden Kapellen gehen auf Umbauten aus dem 19. und 20. Jahrhundert zurück.
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