Die Villa Mazzanti am Monte Mario: gemalte Bananenstauden, Panoramaloggia und ein kleiner See mit Chalet
An der Ostseite des Monte Mario, in einer den Tiber überragenden Lage, befindet sich die Villa Mazzanti, eine Residenz, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von einem Bauunternehmer in Anlehnung an den Adel erbaut wurde. Seit den 1960er-Jahren gehört sie der Gemeinde und seit 1998 ist sie Sitz der regionalen Behörde RomaNatura.
Ein Bürger, der wie ein Aristokrat leben wollte
Das Grundstück gehörte den Barberini. Gekauft wurde es von Luigi Mazzanti, einem Bauunternehmer aus dem wohlhabenden Bürgertum. In jenen Jahren war es Mode, sich eine Villa in Panoramalage zu bauen, die den aristokratischen Vorbildern nachempfunden war. Das Ergebnis ist ein kleines, aber eindrucksvolles Gebäude im eklektischen Stil: Renaissance- und klassische Architektur mit einigen exotischen Akzenten, die, wie damals üblich, miteinander vermischt sind.
Loggien, gemalte Bananenstauden und ein kleiner See mit Chalet
Das Gebäude verfügt über eine Loggia mit zwei seitlichen Terrassen, die den Blick auf die Stadt freigeben. Das Innere zeichnet sich durch ein reichhaltiges Bilddekor aus, das ein gemaltes Gewächshaus mit Bananenbäumen, Agaven, Efeu, Philodendren und Zierpflanzen darstellt, die mit rein imaginären Pflanzen verwoben sind. Im Außenbereich liegt ein etwa vier Hektar großer englischer Garten mit einem Wald aus überwiegend mediterranen Pflanzen, der von einem gewundenen Weg durchzogen wird. Oben auf dem Hügel gibt es einen künstlichen See mit einer kleinen Tuffsteininsel – und darüber ein rustikales Häuschen, das an eine Berghütte erinnert.
Weitere Informationen
Die Villa steht in der Via Gomenizza 81, im Naturschutzgebiet Monte Mario in Rom.