Die Stadtmauern von Rieti: 1.800 meterlange Stadtmauer mit Türmen und Toren
Die mittelalterlichen Stadtmauern von Rieti gehören zu den am besten erhaltenen in der Region Latium. Mit dem Bau wurde 1252 begonnen, als im 13. Jahrhundert mehrere Päpste die Stadt zum päpstlichen Sitz machten und die Stadt über ihre alten Grenzen hinaus wuchs. Sie wurden zwischen dem Ende des 13. und dem Beginn des 14. Jahrhunderts fertiggestellt. Sie erstrecken sich über etwa 1.800 Meter an der Nordseite der Stadt: Die anderen Seiten waren bereits durch den Fluss Velino und ein System künstlicher Kanäle geschützt, die heute teilweise nicht mehr vorhanden sind.
Türme, Tore und einige Schäden
Das Mauerwerk ist unregelmäßig und besteht aus Kieseln und Steinen, die mit Kalkmörtel verbunden sind; nur an den Ecken und in der Nähe der Tore sind die Mauerflächen regelmäßig. Die Haupttore sind die Porta d'Arce, die Porta Conca, die Porta San Giovanni und die Porta Cintia. Die Porta d'Arce gehört zu den bekanntesten, aber auch zu den am stärksten beschädigten Toren: Sie wurde mehrmals wiederaufgebaut, 1944 von den sich zurückziehenden Deutschen gesprengt und danach nie wieder neu errichtet. An ihrer Stelle befinden sich heute an die Mauern angelehnte Gebäude aus dem 20. Jahrhundert, und durch den Torbogen führt eine Straße. An anderen Stellen wurden ganze Abschnitte der Mauern abgerissen, um Platz für moderne Infrastrukturen zu schaffen. Über weite Strecken des nördlichen Mauerabschnitts ist die Stadtmauer jedoch noch erkennbar und teilweise begehbar.