Abtei Santa Maria del Piano in Pozzaglia Sabina: Romanische Ruinen inmitten der Lucreti-Berge
Im Muzia-Tal, inmitten der Lucreti-Berge, befinden sich in der Vegetation die Ruinen der Abtei Santa Maria del Piano. Die ursprüngliche Struktur ist noch erkennbar: eine einschiffige Kirche in Form eines lateinischen Kreuzes mit einer erhöhten halbrunden Apsis und einem Glockenturm. Einer Überlieferung zufolge, für die es keine historischen Belege gibt, ließ Karl der Große den Komplex im Jahr 817 als Gelübde an die Madonna nach einem Sieg über die Sarazenen in der nahegelegenen Ebene errichten.
Von der mächtigen Abtei zur Kalksteinruine
Im 12. und 13. Jahrhundert erlebte der Komplex seine Blütezeit: Die mit der Abtei von Farfa verbundenen Benediktinermönche kontrollierten verschiedene Besitztümer und Gebiete in den umliegenden Ortschaften. An der Fassade ist noch heute eine Inschrift aus dem Jahr 1219 (Bartholomeus hoc op fieri fecit) zu lesen, die von einer mittelalterlichen Restaurierung zeugt. Ende des 15. Jahrhunderts setzte der Verfall ein: Die Mönche verließen den Ort. Ein deutlicher Verfall: Die Rosette ging verloren, die Fassade stürzte ein, und das Gebiet wurde zudem im 19. Jahrhundert von Epidemien heimgesucht.
Was es heute zu sehen gibt
Erhalten geblieben ist der romanische Glockenturm mit seiner Abfolge von ein-, zwei- und dreibogigen Fenstern. Ein Teil der Apsis und die vier Flachbögen, die das Kirchenschiff vom Querschiff trennten, sind noch zu sehen.