Das Castello von Monte San Biagio: Der dreieckige Turm, der die Ebene von Fondi überragt
Vom höchsten Punkt des Dorfes aus überragt das Castello von Monte San Biagio die Ebene von Fondi, den See und das Meer bis hin zu den Pontinischen Inseln. Eine strategisch günstige Lage, die die Langobarden bereits im 7. Jahrhundert nutzten, als sie die Festung auf den Überresten eines römischen Gebäudes errichteten, das möglicherweise früher ein Tempel oder eine Festung gewesen war. Das erste Dokument, in dem sie erwähnt wird, stammt aus dem Jahr 1099, aber das Bauwerk, das wir heute sehen, ist das Ergebnis jahrhundertelanger Umbauten: Zuerst durch die Karolinger, dann durch die Caetani, und schließlich durch Graf Onorato II., der sie erweitern und befestigen ließ, als die Familie sie im Jahr 1299 in Besitz nahm.
Ein Turm, der keinem anderen gleicht
Der Grundriss ist trapezförmig und an das Profil des Felsens angepasst. Auf der Nordseite erheben sich zwei Türme: ein runder, der heute in die Häuser des Dorfes integriert ist, und ein halbrunder, der auf einem dreieckigen Sockel ruht. Letzterer, der so genannte Dreiecksturm, macht die Burg zu einem Unikat: Gebäude mit dieser Form sind in Italien äußerst selten. Auf der Südwestseite vervollständigt ein dritter pyramidenförmiger Turm das Verteidigungssystem.
Mittelpunkt eines Systems aus Mauern und Außenposten
Die Burg stand nicht allein. Sie war Teil eines Verteidigungsnetzes, zu dem auch die Dorfmauern, Absperrungen und Wachposten gehörten. Die drei historischen Tore, San Rocco, San Vito und Porta del Castello, markieren noch heute die Zugänge zum mittelalterlichen Ortskern.