Die Kirche Santa Maria della Sorresca in Gaeta: Entstanden zwischen Thunfischfässern, seit 1966 geschlossen
Im Jahr 1513 soll unter einem Säulengang der Familie Albito, in dem die „Sorra“ (Thunfischbauch) gereinigt und eingesalzen wurde, ein Bild der Madonna ein Wunder bewirkt haben. Zwei Jahre später wurde an derselben Stelle eine erste Kapelle errichtet. Ein Jahrhundert später, zwischen 1617 und 1635, wurde die heutige Kirche in barocken Formen erbaut, wahrscheinlich nach einem Entwurf von Andrea Lazzari. Seit 1966 ist sie für Gottesdienste geschlossen und wird heute von Zeit zu Zeit für kulturelle Veranstaltungen geöffnet.
Ein ungewöhnlicher Grundriss
Die Kirche weist einen achteckigen Grundriss auf, wobei sich der Eingang an einer der kurzen Seiten befindet, an der sich auch der Chorraum öffnet. Die Fassade zur Via Duomo stammt aus dem Jahr 1855 und ist wahrscheinlich das Werk von Ferdinando Travaglini. Davor befand sich der Eingang in einer Seitengasse, erreichbar über eine schmale Treppe, die noch heute existiert.
Sehenswertes im Inneren
Der Hauptaltar aus mehrfarbigem Marmor ist ein Werk von Dionisio Lazzari. In dem mit Perlmuttintarsien verzierten zentralen Altarbild befand sich die Ikone der Madonna della Sorresca: Das Original wird heute im Diözesanmuseum verwahrt. Im Chorraum steht eine Pfeifenorgel von Tomaso de Martino aus der Zeit um 1730 mit neun Registern und vollständig mechanischer Übertragung, die noch voll funktionsfähig ist.