Parco Regionale Suburbano di Gianola e Monte di Scauri: Mediterrane Macchia und römische Ruinen
Der suburbane Regionalpark Gianola und Monte di Scauri liegt an dem Küstenstreifen, der die Aurunci-Berge vom Meer des Golfs von Gaeta trennt, im äußersten Süden der Region Latium. Es handelt sich um einen der letzten unbebauten Küstenabschnitte des Golfs von Gaeta. Die Villa von Mamurra, einem Ritter aus Formia und Ingenieur Cäsars, erstreckte sich über Hunderte von Metern entlang dieses Vorgebirges. Heute kann man hier zwischen Zisternen, Höhlen und Korkeichen spazieren.
Ein Korkeichenwald, nur wenige Schritte vom Meer entfernt
Der Park umfasst mehrere Hügel; der höchste ist der Monte di Scauri, der bis 123 m reicht. Auf der Nordseite ist der Korkeichenwald so dicht, dass man vergisst, dass sich dahinter die Küste befindet. Die Macchia zeigt auf jedem Weg ein anderes Gesicht: Ginster und Zistrosen auf den Bergrücken, Aleppokiefern, die steil über den Klippen thronen, Erdbeerbäume im Unterholz, wo der Erdbeerfalter (Charaxes jasius) fliegt – der einzige europäische Vertreter einer typisch tropischen Schmetterlingsgattung mit Raupen, die einen bizarren, vierzackigen Kopf haben.
Zwischen Archäologie und Meeresschutzgebiet
Bereits vor 2.000 Jahren hatten die Menschen die Bedeutung dieses Vorgebirges erkannt. Im gesamten Gebiet, entlang der Wege und inmitten der Vegetation, sind römische Überreste zu finden. Die Küste ist außerdem teilweise ein Meeresschutzgebiet, in dem das Fischen und die Schifffahrt mit Motorbooten verboten sind.