Kirche der Madonna del Soccorso in Fondi: eine Etappe der Pilger auf der antiken Via Appia
An der Via Appia, aus Rom kommend am Ortseingang von Fondi, befindet sich eine kleine Kirche, die aus einem ganz bestimmten Grund sofort ins Auge fällt: Sie verfügt über zwei Eingänge, einen für jede Laufrichtung. Das ist kein Zufall: Die Kirche Santa Maria del Soccorso war eine Station der Hospitaliter-Mönche von San Giovanni Gerosolimitano, die die Pilger auf diesem Abschnitt des Frankenwegs betreuten. Das Gebäude existiert mindestens seit dem Ende des 14. Jahrhunderts, doch die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1599.
Architektur und Details, die man sich nicht entgehen lassen sollte
Die Fassade ist schlicht: zwei Spitzbögen, ein zentraler Pfeiler und der Glockenturm über dem Schrägdach. Der Innenraum besteht aus einem einzigen Kirchenschiff mit Rundbögen und Kreuzgewölben, das die für Pilgerkirchen typische funktionale Schlichtheit aufweist.
Die Glocke und die verschwundenen Kunstwerke
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden in der Kirche goldene Kelche, Seidentücher und zwei Bilder der Madonna mit Kind aus Marmor und Alabaster aufbewahrt. Ein Großteil dieser Werke ist verloren gegangen. Eine der beiden ursprünglichen Glocken, deren Inschrift sie Onorato II. Caetani zuschreibt, befindet sich heute im Museo Civico del Castello Caetani (Stadtmuseum im Caetani-Schloss).