Die Kirche der Madonna del Colle della Fonte: Die ländliche Kirche von Cottanello
Die Kirche der Madonna del Colle della Fonte befindet sich etwas außerhalb des Ortes Cottanello. Sie steht auf den Überresten eines heidnischen Tempels in der Nähe der Quelle, welche die römische Villa der Familie Cotta in Collesecco versorgte, nach der der Ort benannt ist. Ein einziges Kirchenschiff, Wände aus Kalkstein und ein Boden aus Terrakotta.
Ein Portal, das mehr erzählt als die Fassade
Die Fassade ist verputzt und hat ein Giebelprofil. Besonders interessant ist das Steinportal mit dem nach oben geöffneten Tympanon, in dessen Mitte sich ein Wappen befindet. Zwei quadratische Fenster flankieren das hölzerne Portal, während sich darüber, in einer Achse, ein rechteckiges Fenster öffnet. Innen ist alles weiß, nur der Altar sticht hervor.
Der konkave Altar und die restaurierte Freske
Und genau dieser Altar ist der Mittelpunkt von allem. Vier zylindrische Säulen tragen einen Rahmen mit Stab-Ornamenten, über dem sich zwei Skulpturen der Verkündigung befinden. In der Mitte, eingerahmt von verzierten Stuckarbeiten, sieht man eine im Jahr 2003 restaurierte Freske der Jungfrau Maria mit den Heiligen Petrus, Paulus, Rochus und Sebastian. Die wandseitige Mensa koexistiert mit derjenigen aus der Zeit nach dem Konzil und wird von drei Steinblöcken getragen.
Von den ungewissen Ursprüngen bis zu den Pastoralbesuchen
Wann genau sie erbaut wurde, weiß niemand – die Schätzungen schwanken zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert. Nach 1600 wurde eine Umstrukturierung vorgenommen. Im Untergrund findet sich eine besondere Entdeckung: das Grab, in dem die in dieser Gegend verstorbenen Fremden beigesetzt wurden. Im Jahr 1779 besuchte Kardinal Andrea Corsini die Kirche und beschrieb sie ausführlich. Im Jahr 1833 stufte Kardinal Carlo Odescalchi sie als „ländliche Kirche“ ein.