Der Brunnen von Miesole in Configni: die geheime Höhle des Monte Cosce, die es zu erkunden gilt
Der „Pozzo di Miesole“, oder „Puzzu ’e Miesu“, wie er in Configni genannt wird, ist eine Karsthöhle, die sich zwischen den Buchen des Monte Cosce in der Sabina Reatina an der Grenze zwischen Latium und Umbrien verbirgt. Ein Ort, den Höhlenforscher gut kennen, der aber den meisten Menschen unbekannt ist.
Ein Abgrund im Buchenwald
Der Eingang öffnet sich entlang des Kanals, der in den Buchenwald oberhalb des Dorfes Configni hinabführt. Von außen ist es nicht zu erkennen, aber der Brunnen misst 15 x 7 m und ist etwa 50 m tief. In einer Tiefe von 20 m teilt er sich in zwei parallele Schächte, die in einen riesigen unterirdischen Saal münden, der 60 m lang, 40 m breit und 15 m hoch ist.
Von 1954 bis heute: fortwährende Erkundungen
Die Mitglieder des Circolo Speleologico Romano (Römische Höhlenforscher-Vereinigung) stiegen 1954 als Erste in die Höhle hinab. Jahrzehntelang wurde die Höhle nur selten besucht. Im Jahr 2008 entdeckte die Speläologische Gruppe Sabino aus Magliano Sabina bei Ausgrabungen im Schlamm des Saals neue Bereiche mit Stalaktiten und Stalagmiten sowie einen schmalen Durchgang, der zu noch größeren Sälen führt. Am Grund einer Verzweigung tauchte der Schädel eines Apennin-Rehs auf. Wie es dorthin gelangt ist, bleibt ein ungeklärtes Rätsel.
Wie man dorthin gelangt und was man wissen sollte
Man erreicht die Höhle vom Ortszentrum von Configni aus: Etwa 300 m vor dem Platz zweigt eine asphaltierte Straße ab, die rechts den Berg hinaufführt.