Die Resianer ließen sich vermutlich zwischen 625 und 631 n. Chr. im Tal nieder. Vom späten Mittelalter bis zur gesamten Neuzeit unterstand das Tal hauptsächlich der Benediktinerabtei San Gallo in Moggio Udinese.
Während der Zeit des Patriarchats von Friaul wurde die administrative und politisch-religiöse Einheit von den Patriarchen von Aquileia regiert. Später wurde das Lehen von einem Abt geleitet.
Es folgten kurze Perioden der habsburgischen Monarchie, des napoleonischen Königreichs Italien (während dessen 1805 die heutige Gemeinde Resia gegründet wurde, die die früheren vier Gemeinden vereinte) und des österreichischen Kaiserreiches. Im Jahr 1866 wurde Resia, wie der Friaul, dem Königreich Italien angegliedert.
In den Weilern Stolvizza, Coritis und Uccea kann man die typische Architektur der Resianer-Häuser bewundern, die sich durch einen relativ einfachen Grundriss (rechteckig und mit zwei Räumen), eine Struktur aus dicken Steinmauern und ein Holzdach mit Giebeln auszeichnen. Der erste Stock ist über eine Außentreppe zugänglich, während der zweite, der als Heuschober diente, über eine Holztreppe erreichbar ist.
In Stolvizza befindet sich in einem typischen Haus aus der Vergangenheit das Museo della Gente della Val Resia (Museum der Menschen des Resiatals). Es hat auch eine Abteilung, die der Tradition der Märchen gewidmet ist. Zum Museumsangebot von Stolvizza gehört auch das Museo dell’Arrotino, (Scherenschleifermuseum) in dem Sie die Werkzeuge und Fotografien dieses alten Handwerks bewundern können.
Von architektonischem Interesse sind auch die „Planine“, ländliche Gebäude in der Höhe, in denen die Menschen im Sommer mit ihrem Vieh lebten. Und dann ist da noch die Pfarrkirche Santa Maria Assunta im Hauptort Prato, über die es seit 1098 erste Informationen. Sie wurde im Jahr 1718 im heutigen Stil geweiht und 2019 zum Wallfahrtsort erklärt.
Das Resiatal ist ein Becken eiszeitlichen Ursprungs im nordöstlichen Teil von Friaul-Julisch Venetien an der Grenze zu Slowenien. Es wird vom gleichnamigen Wildbach durchquert und ist von imposanten Gipfeln umgeben, von denen der wichtigste der Monte Canin (2.587 m) ist. Das Resiatal und das Uccea-Tal bilden die Gemeinde Resia, deren Ausdehnung 119 km² beträgt.
Der Hauptort der Gemeinde ist Prato/Ravanza, Sitz des Besucherzentrums des Parks der Julischen Voralpen und des Kulturzentrums Rozajanska kulturska hiša, das die Musik, den Tanz und die traditionellen Bräuche der Kultur der Resianer fördert. Zusammen mit den Teilorten San Giorgio/Bila, Gniva/Njïwa, mit Lischiazze/Lišćaza und Gost/Ta-na Huzdë, Oseacco/Osoanë, Stolvizza/Solbiza, Coritis/Korïto und Uccea/Učja kommt man auf 1.000 Einwohner. Das Becken von Sella Carnizza bietet einen schönen Überblick über die Stavoli, von denen einige in Restaurants verwandelt wurden.
Das Gebiet ist hauptsächlich von Wäldern aus Schwarzkiefern, Waldkiefern und Buchen bedeckt. Ein Großteil des Gebiets gehört zum Parco Naturale delle Prealpi Giulie (Naturpark der Julischen Voralpen).