Übersicht
Das Zementdorf in der WWF-Oase
Auf der Südseite des Flusses Pescara, in der Berggemeinde Majella und Morrone, liegt das kleine Dorf Scafa. Die Gemeinde in den Abruzzen ist als wichtiges Zentrum für die Zementverarbeitung und Asphaltsteinbrüche bekannt. Sie gehört teilweise zur Oasi del Lago di Alanno – Piano d'Orta, einer vom WWF verwalteten Oase zum Schutz der Fauna in der Provinz, die zahlreichen Wasservögeln als Unterschlupf dient. Hier finden Sie den ersten Naturlehrpfad der Region, der aus recycelten Materialien wie Plastik und Holz besteht.
Scafa ist auch das Tor zum Parco Lavino, der von den schwefelhaltigen Gewässern des gleichnamigen Flusses durchquert wird. Diese fließen in kleine Seen und Bäche und verleihen ihnen ihre auffallend türkisblaue Farbe.
Im Ortszentrum steht die Chiesa della Madonna del Carmelo mit ihrem Beton- und Steinwerk, der rustikalen Fassade, dem pseudo-romanischen Portal und der großen Fensterrose. Das Gebäude wird von einem viereckigen Glockenturm ergänzt. Die älteste religiöse Architektur ist jedoch die Chiesa di Santa Maria Goretti aus dem 19. Jahrhundert, die nach dem Erdbeben von 1915 im pseudo-romanischen Stil wieder aufgebaut wurde.
Unter den öffentlichen Gebäuden sollten Sie sich den Palazzo del Municipio aus Travertin mit einem gemauerten Stadtturm und die Wassermühle Mulino Farnese im Park nicht entgehen lassen.