Übersicht
Gioia dei Marsi, das Tor zum Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise, ist eine Gemeinde in der Provinz L'Aquila, deren Gemeindegebiet unter die prestigeträchtige IGP Patata del Fucino fällt.
Die Ortschaft ist aus dem Dorf Gioia Vecchio hervorgegangen, das auf einer Anhöhe mit Blick auf den antiken Lago del Fucino liegt. Wahrscheinlich als Folge der Sarazeneneinfälle im 9. Jahrhundert entstanden, erlebte Gioia Vecchio eine langsame Entvölkerung, die auch durch das Austrocknen des Sees begünstigt wurde, was das Leben und die Wirtschaft dieser Orte nicht wenig veränderte.
Das schreckliche Erdbeben von 1915 hat dem alten Dorf erheblichen Schaden zugefügt. Auch Gioia dei Marsi wurde fast vollständig zerstört und einige Kilometer entfernt wieder aufgebaut.
Trotz der Wechselfälle und Umwälzungen im Laufe des Jahrhunderts ist die Landschaft, die die kleine Gemeinde in den Abruzzen umgibt, eine wertvolle Kombination aus Natur, Geschichte und ursprünglichen Aromen.
In dem ausgedehnten Berggebiet kann man auf wunderschönen Wegen durch unberührte Natur die Quellen des Sangro, des zweitlängsten Flusses der Abruzzen, erreichen.
Es gibt zahlreiche archäologische Stätten und Kirchen, die dieses Gebiet mit Geschichte bereichern. Besonders sehenswert sind die Überreste der vielen Dörfer, die durch das große Erdbeben, das die Region Marsica erschütterte, zerstört wurden, wie z. B. das alte Dorf Sperone, von dem ein schöner mittelalterlicher Turm erhalten geblieben ist, der die Erinnerung an eine alte Vergangenheit zu bewahren scheint.
Gioia dei Marsi AQ, Italia