Die Wasserspiele von Rasiglia
Ausgehend vom Mittelpunkt der Route, Rasiglia, an der Staatsstraße 319 von Sellano, bereitet man sich mit dem Rucksack auf dem Rücken auf einen Tag vor, um zu Fuß die Umgebung zu entdecken. Kaum hat man das Dorf betreten, stößt man auf die Römische Brücke, die im 3. Jahrhundert v. Chr. aus Stein erbaut wurde. Die Brücke überquert den Fluss Menotre und bietet einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Natur. Von hier aus geht es bis zur Quelle des Flusses auf dem Hauptplatz des Dorfes. In der Mitte befindet sich ein alter, mit einem schönen Keramikmosaik verzierter Brunnen, der noch immer in Betrieb ist und bis zum 18. Jahrhundert die wichtigste Wasserquelle des Dorfes war. Es empfiehlt sich, einen Zwischenstopp bei der Wassermühle von Rocchetta einzulegen. Die alten Mühlsteine und Geräte zur Weizenverarbeitung, die man hier sehen kann, stammen aus dem 18. Jahrhundert. Weiter vorne befindet sich das Museo delle Acque (Wassermuseum). In der ehemaligen Kirche San Salvatore kann man eine große Sammlung alter Gegenstände und Geräte bewundern, die für die Wasserwirtschaft in Umbrien verwendet wurden. Dann erreichen Sie den Wanderweg Sentiero del Menotre, der entlang des Flusses einen herrlichen Blick auf die umliegende Natur sowie auf die anderen Wunder des Dorfes bietet, die Sie nicht verpassen sollten.
Die eindrucksvollen Ausblicke auf Trevi
Die zweite Etappe ist Trevi, ein mittelalterliches Dorf im Herzen des Valle Umbra, nur wenige Kilometer von Spoleto entfernt. Die Altstadt erstreckt sich rund um das Rathaus und die Kirche San Francesco, die in ihrem Inneren ein reiches Panorama von Fresken bewahrt. Aber die wahre Schönheit des Dorfes liegt in den engen gepflasterten Gassen, den Steinhäusern und den vielen eindrucksvollen Ausblicken, die ein Gefühl von Frieden und Ruhe vermitteln. Von Trevi aus geht es zum Monte Serrone über einen Weg, der inmitten der Natur zu einem Aussichtspunkt führt, von dem man einen atemberaubenden Blick auf das Valle Umbra und die Monti Martani genießt. Aber Trevi ist auch berühmt für die Herstellung von Olivenöl und ein Besuch in der Cooperativa Agricola Hortus Olei ist fast ein Muss, um die Geheimnisse eines vorzüglichen Bio-Öls zu entdecken, das ohne den Einsatz von Chemikalien hergestellt wird.
Quellen des Clitunno
Die dritte und letzte Etappe führt zu den Fonti del Clitunno, einem bezaubernden Ort vor den Toren von Trevi. Es handelt sich um einen Komplex natürlicher Quellen, die einen kleinen Fluss speisen, der durch die Umgebung fließt, und stellt ein perfektes Ausflugsziel für Natur- ebenso wie für Geschichtsbegeisterte dar. Rundherum erstreckt sich eine üppige Vegetation mit Pappel-, Weiden- und Lorbeerwäldern. Eine natürliche Umgebung, die 1971 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Die Schönheit der Quellen von Clitunno faszinierte auch das alte Rom, das hier einen der wichtigsten dem Gott Clitunno geweihten Tempel errichtete. Noch heute sind die Überreste des Tempels mit imposanten Bögen und Marmorsäulen zu sehen. Während des Ausflugs empfiehlt es sich, die Quellen entlang des Flusses zu besuchen. Im Sommer kann man ein Bad in dem kühlen Wasser der Quellen nehmen. Eine weitere Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte, sind die zahlreichen Wassermühlen, die immer noch den Flusslauf nutzen, um Getreide zu mahlen und Mehl herzustellen. Viele dieser Mühlen sind restauriert und können besichtigt werden. Ein für alle geeigneter Ausflug, um in die Natur und Geschichte Umbriens einzutauchen.