Übersicht
Boboli-Garten, ein botanisches Freilichtmuseum.
Der Boboli-Garten, der seit 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, befindet sich auf dem Hügel hinter dem Palazzo Pitti und erstreckt sich über rund 30 Hektar. Heute ist es für jedermann möglich, die Pracht eines einzigartigen Parks zu genießen.
Wärem wir noch in der Zeit der Herrschaft der Medici, könnten wir die Schönheit, die sich hinter den Mauern des Boboli-Gartens verbirgt nicht bewundern. In der Tat hatten bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nur die Mitglieder der Familie Medici Zugang.
Die 1549 begonnenen Bauarbeiten waren das Ergebnis der geschickten Hand des Architekten und Bildhauers Niccolò Pericoli, genannt Tribolo, einem der wichtigsten Vertreter des Manierismus, einer künstlerischen Strömung der Spätrenaissance, die in Italien im 16. Jahrhundert Fuß gefasst hat.
Jeder Winkel dieses außergewöhnlichen Ortes ist es wert, erkundet zu werden. Es ist unmöglich, alles aufzuzählen, was man im Boboli-Garten bewundern kann. Um jedoch neuen Besuchern zu helfen, können wir Ihnen die 5 Dinge empfehlen, die Sie auf keinen Fall verpassen dürfen.
Die Fontana del Carciofo und der Obelisk von Luxor
Wenn man über den Hof des Palazzo Pitti in den Boboli-Garten eintritt, sieht man als erstes die Fontana del Carciofo (Artischocken-Brunnen). Sein Name wird durch die auf den ersten Blick erscheinende Form voll und ganz gerechtfertigt: Es handelt sich um ein achteckiges Becken, in dessen Mitte ein kandelaberartiger Springbrunnen mit einem mit Bronzegirlanden verzierten Marmorschaft steht.
Weiter auf dem Weg erreicht man das Amphitheater, wo man den riesigen Obelisken aus Luxor, der 1789 im Park aufgestellt wurde, nicht übersehen kann. Nicht weit entfernt befinden sich der Neptunbrunnen und die Skulptur des flämischen Künstlers Giambologna, die dem Überfluss gewidmet ist.
Das Rokoko des Kaffeehauses
Geht man den Hügel nach Nordosten hinunter, erreicht man auf Höhe der Statue des Überflusses das Kaffeehaus, den Pavillon aus dem 18. Jahrhundert im Rokokostil: ̀hier ist der unbestrittene Star eine exotische Kuppel mit Fenstern. Der deutsche Name wurde von Großherzog Peter Leopold von Habsburg-Lothringen, dem späteren Kaiser Leopold II. der österreichisch-ungarischen Monarchie, festgelegt.
Der Blick vom Prato del Cavaliere
Wenn Sie nach einer atemberaubenden Aussicht suchen, ist der beste Aussichtspunkt der Prato del Cavaliere. Es erhebt sich auf den von Michelangelo entworfenen Bastionen und um dorthin zu gelangen, muss man eine Zangentreppe hinaufsteigen, wo man zwei Statuen von Giovanni Battista Caccini findet, die Flora und Jupiter darstellen. Auch hier hinterließ Giambologna seine Spuren mit der Fontana delle Scimmie, die an den drei bronzenen Affen am Sockel erkennbar ist.
Das Zitronengewächshaus, einst ein Zufluchtsort für exotische Tiere
Was heute ein Zitronengewächshaus ist, war zu Zeiten von Cosimo III eine Menagerie für exotische Tiere, die der vorletzte Großherzog der Toskana so gerne kaufte. Heute beherbergt das Gebäude, das dank seines Lehmbodens eine milde Temperatur und ein trockenes Mikroklima bewahrt, Dutzende von Zitronenpflanzen in großen Terrakotta-Töpfen.
Man sagt, dass viele der Pflanzen, die man darin findet, antik sind, manche schwören sogar, dass einige von den Medici gezüchtet wurden und den Lauf der Zeit überlebt haben.
Besichtigung beendet? Vergessen Sie nicht, Ihren nächsten Besuch zu planen: Das Neptunbecken, der Garten von Madama, der Garten des Jupiter und vieles mehr warten auf Sie.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite
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