Bonarcado ist ein Bauern- und Hirtendorf, das seine Bekanntheit dem religiösen Gebäudekomplex der romanischen Kirche S. Maria verdankt, die 1147 von den Mönchen des angrenzenden Kamaldulenserklosters aus dunklem Basalt und rotem Trachyt erbaut wurde, sowie dem angrenzenden antiken Wallfahrtsort der Madonna di Bonacatu. Der Wallfahrtsort aus dem 8. bis 9. Jahrhundert ist ein kleines Gebäude in Form eines griechischen Kreuzes, ebenfalls aus Basalt und Trachyt, mit einer fein mit Spitzbögen verzierten Fassade. Im Inneren gibt es ein Becken mit einem Mosaikboden aus römischer Zeit und ein Flachrelief aus mehrfarbigem Terrakotta mit der „Heiligen Jungfrau mit Kind“ aus dem 16. Jahrhundert. Nicht weit von Bonarcado entfernt befindet sich die Nuraghe Lugherras („der Lichter“): Sie besteht aus einem imposanten Bergfried mit zwei übereinander liegenden Sälen und ist von jahrhundertealten Steineichenwäldern und grasbewachsenen Lichtungen umgeben.
09070 Bonarcado OR, Italia