Übersicht
Casacalenda entstand auf dem antiken Kalene, wo 217 v. Chr. die Römer und die Karthager von Hannibal in der Ortschaft Gerione zusammenstießen (wo sich eine Burg befand, von der nur noch die Überreste erhalten sind). Die Stadt hat einen mittelalterlichen Grundriss, der sich in der Form von Kirchen und Palästen zeigt, aber auch barocke und Renaissance-Einflüsse aufweist. Einst war Casacalenda vollständig von Verteidigungsmauern umgeben und es gab zwei Eingänge: das Tor zu Capo und das Tor zu Piedi, aber leider wurde letzteres zerstört. Wenn man das einzige noch erhaltene Tor, die Porta a Capo, passiert, erreicht man die Kirche Santa Maria Maggiore, die aus der Zeit vor dem Jahr Tausend stammt und in der sich eine Geburt Christi von Fabrizio Santafede, eine Madonna mit Kind von Paolo Gamba und andere wertvolle Einrichtungsgegenstände und Reliquien befinden. Schön ist auch die Kirche der Vergine Addolorata aus dem 18. Jahrhundert, neben dem Herzog-Brunnen aus dem 17. Jahrhundert, mit drei Masken und einem Becken, das als Tränke dient. Am Ende der Gasse Terravecchia befindet sich der große und elegante Herzogspalast, der früher eine Verteidigungsfunktion hatte, aber später für Wohnzwecke umgebaut wurde. In Casacalenda ist die Tradition des Bufù stark, ein seltsames Musikinstrument, das aber auch im Ausland bekannt ist, zum Beispiel in Kanada, und hauptsächlich aus einem Holzfass besteht. In der Stadt befindet sich das Museo del Bufù im Rathaus, in dem auch die Galleria Civica d'Arte Contemporanea untergebracht ist. Die Kunst von Casacalenda endet hier nicht, denn in den 90er-Jahren entstand das MAACK, das Freilichtmuseum für zeitgenössische Kunst Kalenarte, eine Initiative, die die Stadt mit verschiedenen permanenten Installationen füllte, um vernachlässigte Bereiche aufzuwerten.
86043 Casacalenda CB, Italia