Übersicht
Fano ist eine der ältesten Städte der Marken. Die Via Flaminia, die Rom mit Rimini verbindet, erreicht die Adria zum ersten Mal an der Mündung des Metauro, des Flusses, der Fano und seine langen Sandstrände umspült. Hier in der Nähe gewannen die Römer 207 v. Chr. eine wichtige Schlacht gegen die karthagischen Truppen, und vielleicht wurde die Siedlung seitdem „Fanum Fortunae“ genannt, um an den Sieg zu erinnern, auch durch den Bau eines großen Tempels.
Diese historischen Voraussetzungen dienen dazu, zu verstehen, warum das heutige Fano, einer der dynamischsten und touristischsten Häfen an der Adriaküste, in seinen Kellern so viele archäologische Überreste bewahrt. Unter der Kirche und dem Kloster S. Agostino, im Herzen der Altstadt, befindet sich ein Netz von Galerien aus der Römerzeit, das sogenannte „Hypogäum von Fano“, das sich auch in den Kellern der Mediathek Montanari, nur wenige Schritte entfernt, zeigt. Einige Archäologen haben vermutet, dass ein Teil dieser Überreste zur Basilika von Fano gehören könnte, dem einzigen großen architektonischen Werk, das der Meister Vitruv (der hier um 20 v. Chr. lebte) persönlich entworfen hat.
Eine weitere beeindruckende (und jüngere) archäologische Entdeckung in Fano befindet sich etwas weiter entfernt, im Untergeschoss eines modernen Gebäudes an der Kreuzung der Via Roma und der Via dell'Abbazia. Es handelt sich um eine römische Vorstadtvilla, die besichtigt werden kann, wenn man sich im Voraus an den Archäoclub der Stadt wendet.