Übersicht
Die Abtei von Viboldone, die 1176 vom Orden der Humiliaten gegründet und 1348 fertiggestellt wurde, ist ein wertvolles Beispiel religiöser Architektur, die mit einer Gemeinschaft verbunden ist, die sich dem Gebet und der Arbeit widmet, insbesondere der Herstellung von Wollstoffen und dem innovativen landwirtschaftlichen Anbau. Nach der Unterdrückung des Ordens durch Carlo Borromeo ging die Abtei an die Benediktiner von Oliveto über und wurde später aufgegeben, bis sie 1940 von Kardinal Schuster einer Gemeinschaft von Ordensschwestern anvertraut wurde. Seitdem widmen sich die Nonnen der Herstellung von Marmeladen, religiösen und theologischen Veröffentlichungen.
Das Gebäude verfügt über eine Giebelfassade mit zweiflügeligen Fenstern, die mit Statuen und Marmorskulpturen verziert ist. Der Glockenturm erinnert an die Zisterziensertradition mit schlichten dekorativen Elementen, die der Struktur der Kirche entsprechen. Das Innere mit rechteckigem Grundriss und drei Schiffen zeichnet sich durch romanische und gotische Elemente mit Terrakottasäulen und Ziegelkapitellen aus.
Zu den wichtigsten Kunstwerken gehören Fresken aus der Schule von Giotto, darunter die Madonna in Maestà e Santi (Madonna in Majestät und Heilige) und das Jüngste Gericht von Giusto de' Menabuoi. Im ersten Stock befindet sich der Musiksaal, der mit Fresken geschmückt ist, die typische Musikinstrumente des Mailänder Renaissance darstellen.