Porta Capena im Parco di Veio: Die etruskische Straße und die Nekropole „Spezieria“
Im Parco di Veio, nur wenige Schritte von Rom entfernt, befindet sich ein Zugang zu der antiken etruskischen Stadt, die zahlreiche Geschichten zu erzählen hat. Es handelt sich um die Porta Capena in Veio, den Ausgangspunkt einer römischen Pflasterstraße. Ihre Besonderheit ist nicht nur das Tor, sondern auch das Kolumbarium La Spezieria, eine in den Tuffstein gehauene Nekropole mit einem ungewöhnlichen Namen, der auf ihr Aussehen hinweist.
Ein Weg zwischen Steinbrüchen und Mauern
Der Weg zum Tor führt in eine tiefe Schlucht hinunter. Hier taucht an mehreren Stellen das ursprüngliche Basolato, das typische römische Straßenpflaster, wieder auf. Die Tuffsteinwände an den Seiten sind nicht natürlich. Es handelt sich um die antiken Steinbrüche, aus denen die Etrusker die Blöcke für den Bau der Stadtmauern gewannen, die etwas weiter entfernt noch immer mit ihrer Technik aus abwechselnd gesetzten Steinblöcken zu sehen sind.
Die Apotheke des Jenseits
Nachdem die Tuffsteinmauern ihre Verteidigungsfunktion erfüllt hatten, nutzten die Römer sie erneut. Sie gruben Dutzende kleiner Nischen für die Aschenurnen der Verstorbenen, die auf das 1. Jahrhundert n. Chr. datiert werden können. Gerade diese Anordnung in mehreren Reihen mit Nischen in allen möglichen Formen erinnerte Reisende im 19. Jahrhundert an die Regale einer alten Apotheke. Deshalb nannten sie sie „La Spezieria“.
Das Gebiet der Porta Capena befindet sich im Parco di Veio (Veio-Park) und ist von der Gegend der Isola Farnese (Rom) aus zugänglich. Der Eintritt ist frei. Es wird empfohlen, Wanderschuhe zu tragen, da der Weg über einen unbefestigten Pfad führt und teilweise steil ist.