Casa delle Armi am Foro Italico: Morettis rationalistisches Meisterwerk, das nie wirklich zur Geltung kam
Am südlichen Ende des Foro Italico, mit Blick auf den Tiber in Richtung Ponte della Musica, befindet sich die Casa delle Armi, auch bekannt als Fechtakademie, eines der bedeutendsten und am meisten vernachlässigten Gebäude des italienischen Rationalismus. Es wurde 1933 von dem jungen Luigi Walter Moretti im Auftrag der Opera Nazionale Balilla entworfen und 1936 von Mussolini eingeweiht. Es gilt als Meisterwerk, das jedoch einen schwierigen Weg hinter sich hat: 1981 wurde es in einen Bunker-Gerichtssaal für Terrorismusprozesse umgewandelt, später diente es als Kaserne der Carabinieri. Heute befindet es sich im Besitz des CONI und steht seit Jahren im Mittelpunkt von Sanierungsprojekten und -plänen, die nie vollständig umgesetzt wurden.
Wie es aufgebaut ist
Zwei L-förmig angeordnete Blöcke aus weißem Carrara-Marmor, die durch erhöhte Stege und einen elliptischen Baukörper, in dem sich der Versammlungsraum befand, miteinander verbunden sind. Die Fassaden zur Straße hin sind fast vollständig geschlossen, eine reine Marmorwand. Die Innenfassaden hingegen sind mit großen Fenstern versehen. In der Sporthalle konnten zahlreiche Fechter gleichzeitig trainieren: Die Decke besteht aus einem System von zwei versetzten Halbgewölben aus Stahlbeton, durch die das Licht indirekt von oben hereinfällt, ohne dass von außen Fenster zu sehen sind. Das große Mosaik mit mythologischen Figuren am Nordeingang stammt von Angelo Canevari.