Abtei Santa Maria del Piano: Das Benediktinerkloster im Muzia-Tal
Die Abtei Santa Maria del Piano ist eine Ruine im Muzia-Tal, in den Wäldern in der Nähe von Sezze. Die romanische Fassade aus weißem Stein ist noch erhalten, ebenso wie der Glockenturm. Friese, Kapitelle, Inschriften: Die Überreste reichen aus, um zu erkennen, wie bedeutend sie einst war.
Eine der bedeutendsten Benediktinerabteien im mittelalterlichen Latium
Sie wurde im 9. Jahrhundert gegründet und 1219 sowie Mitte des 14. Jahrhunderts erneut erweitert. Die Abtei übte Einfluss auf die umliegenden Burgen aus und hatte in einigen Epochen angeblich auch das Recht, eigene Münzen zu prägen. Im Jahr 1513 machte Leo X. sie zu einer weltlichen Abtei und entzog sie damit der klösterlichen Regel. Damit begann ihr Verfall. Im Jahr 1809 wurde sie endgültig aufgelöst. Heute ist sie eine archäologische Stätte.
Die Legende von Karl dem Großen
Eine lokale Überlieferung, für die es keine historischen Belege gibt, verbindet den Ort mit Karl dem Großen. Es wird erzählt, dass er auf seinem Weg nach Rom zur Kaiserkrönung in dieser Ebene die Sarazenen besiegt und die Abtei als Gelübde an die Madonna errichten ließ.