Die Kirche del Carmine in Montelibretti: Ihre Ursprünge im einfachen Volk und die Veränderungen im Lauf der Zeit
Alles begann am 15. Juli 1775. Die Kirche der Beata Vergine del Carmine wurde nicht auf Geheiß eines Fürsten errichtet, sondern dank der Großzügigkeit eines Mannes, Teofilo Petricca. Seine Absicht war einfach und bestand konkret darin, den Gläubigen den weiten Weg zur Messe zu ersparen. Ein Ort, der aus dem Bedürfnis und der Frömmigkeit einer Gemeinschaft entstanden ist.
Der große Umbau in den 1970er-Jahren
Die Geschichte dieser Kirche ist aber auch jene eines grundlegenden und in gewisser Weise brutalen Umbaus. Sie wurde 1914 zur Pfarrkirche und Ende der Siebzigerjahre radikal renoviert, wodurch sich ihr Aussehen maßgeblich veränderte. Zu dieser Zeit wurde das Gebäude eines Großteils seiner historischen Seele beraubt: Der ursprüngliche Bodenbelag wurde entfernt, die sechs Seitenaltäre wurden abgetragen, die massiven Säulen und Gewölbe wurden abgerissen. Auch das Taufbecken und die Empore aus dem 19. Jahrhundert mit der Orgel wurden geopfert.
Ein neues Kapitel der Kunst
Und doch hat die Kirche, wie ein Buch, dem ein neues Kapitel hinzugefügt wird, nie aufgehört, ihre Geschichte zu erzählen. In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends wurden ihre kahlen Wände durch neue Fresken des Kunstmalers Giovanni Rainaldi bereichert, die dem Gebäude einen zeitgenössischen künstlerischen Rahmen verliehen. Wenn Sie die Kirche heute besuchen, können Sie die Spuren dieser verschiedenen Epochen nachvollziehen. Man spürt die Einfachheit ihrer Ursprünge, die Wunde durch den Verlust und den Willen zur Wiedergeburt.