Porta San Martino in Itri: Das mittelalterliche Stadttor mit dem geheimen Zugang für Zuspätkommer
In der Altstadt von Itri ist die Porta San Martino eines der erhaltenen Tore der Stadtmauer, die die Caetaner nach 1250 errichten ließen. Es ist die letzte Etappe vor der Burg, die auf dem höchsten Felsen des Hügels von Sant‘Angelo thront. Man erreicht sie zu Fuß von der Porta Mamurra aus über die Via San Martino, die auch am Vico Giudea, dem ehemaligen Viertel der jüdischen Gemeinde, vorbeiführt.
Ein Detail, das nur wenige bemerken
Auf der linken Seite des Tors befindet sich eine kleine Öffnung: Es handelt sich um eine Art Pförtnerloge, den Beobachtungsposten der Wachsoldaten. Diese erfüllte auch eine weitere, weniger offizielle Funktion: Wer spät in der Nacht in den Ort zurückkehren wollte, wenn die Haupttore bereits verriegelt waren, konnte dort anklopfen und sich den Nebendurchgang öffnen lassen. Im Stein sind noch die Löcher zu sehen, in die die Holzbalken zum Verriegeln der Torflügel eingesetzt waren.
Neuere Geschichte
Das Kloster San Martino, nach dem das Tor benannt wurde, existiert nicht mehr: Es wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört. Heute wurde der mittelalterliche Zugang gesichert und ist nach wie vor einer der eindrucksvollsten Eingänge ins Dorf.