Zisterne und Ädikula-Brunnen von Fara in Sabina: Das Symbol der Farnese aus dem sechzehnten Jahrhundert
Die Zisterne und der Ädikula-Brunnen von Fara in Sabina befinden sich auf der Piazza del Duomo (Domplatz), am höchsten Punkt des sabinischen Dorfes in der Provinz Rieti. Sie wurden im Jahr 1588 auf Geheiß der Familie Farnese erbaut und gelten als Wahrzeichen der Stadt. Das Erstaunlichste ist, dass sie noch immer funktionieren. Nach mehr als vier Jahrhunderten versorgt der Brunnen die Einwohner noch immer mit Wasser.
Eine Frage der Macht und des Wassers
Die Zisterne entstand zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt: Die Farnese hatten gerade die Herrschaft über Fara übernommen und waren um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts an die Stelle der Orsini getreten. Alessandro Farnese war apostolischer Vizekanzler und Bischof von Sabina. Er kurbelte die lokale Wirtschaft an, indem er die Abtei von Farfa renovierte und die Messe wieder ins Leben rief. Und die Zisterne ist eines der öffentlichen Bauwerke, die in dieser Zeit errichtet wurden.
Wie sie aufgebaut ist und was sich darunter verbirgt
Der sichtbare Teil ist eine Ädikula aus Quadersteinen. Sie hat vier Öffnungen, die mit schmiedeeisernen Gittern verschlossen sind. Das Ganze steht auf einem zweistufigen Sockel und hat ein mit Schuppen verziertes Kreuzgewölbe. Das eigentliche Bauwerk befindet sich jedoch darunter: eine Zisterne mit rechteckigem Grundriss, die etwa 600.000 Liter Wasser fassen kann.