Übersicht
Die Burg von Udine erhebt sich auf einem Hügel im Zentrum der Stadt, an der Stelle, an der sich vor dem Erdbeben von 1511 die Residenz der Patriarchen von Aquileia befand. Der Bau begann 1517 und wurde ein halbes Jahrhundert später nach dem Projekt von Giovanni Fontana fertiggestellt, das später von Giovanni da Udine übernommen wurde. Einer Legende zufolge soll der Hügel künstlich sein und von den Hunnen erbaut worden sein: Ihr Anführer Attila wollte das Schauspiel des brennenden Aquileia aus der Ferne verfolgen.
Die Burg war die Residenz der zivilen Behörden des Friaul und der repräsentative Sitz der Serenissima. Mit dem Ende der Republik Venedig wurde die Burg in eine Kaserne umgewandelt, während sie in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem wichtigen Museumszentrum wurde, das sie bis heute ist. Hier haben mehrere wichtige kulturelle Einrichtungen ihren Sitz: das Archäologische Museum, das Museum des Risorgimento, die Galerie für antike Kunst und das Museum für Fotografie.
Auf dem Gipfel der Burg steht noch der Turm des „Guardiafogo“, wo die Wachen jahrhundertelang die Stadt beobachteten, um im Falle eines Brandes Alarm zu schlagen. Auf dem Hügel befindet sich auch die Kirche Santa Maria di Castello: Auf ihrem Glockenturm zeigt ein goldener Engel die Windrichtung an.