Menü überspringen

Dieser Inhalt wurde automatisch übersetzt. Originaltext anzeigen.

Das Textilhandwerk der Emilia-Romagna: Stickereien, Drucke und echtes Made in Italy

Von historischen Werkstätten bis hin zu jahrhundertealten Techniken – eine Reise durch die romagnolische und byzantinische Stickerei sowie durch Drucke auf Leinwand, die die herausragende italienische Handwerkskunst zelebrieren.

2 Minuten

Bei einem Streifzug durch die historischen Werkstätten der Emilia-Romagna ist es nicht ungewöhnlich, auf farbenfrohe bedruckte Stoffe oder feinste Stickereien im antiken Stil zu stoßen. Diese Produkte des lokalen Handwerks erleben dank der Wiederbelebung von Traditionen aus der Vergangenheit, die insbesondere in der Romagna und in der Provinz Reggio Emilia tief verwurzelt sind, ein zweites Leben.

Die Kunst der Stickerei in der Romagna

Die Kunst der Stickerei in der Romagna

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Stickerei in einigen Gebieten der Romagna ein florierendes und lukratives Gewerbe. Im Tal des Flusses Lamone bei Ravenna, insbesondere in Brisighella und Fognano, wurde von Hand und am Webstuhl auf Tüll und Samt mit mehr- oder einfarbigen Fäden gestickt.

Nach jahrzehntelangem Niedergang erlebte die Kunst der traditionellen Stickerei dank des 1989 gegründeten Vereins „C’era una volta il ricamo“ (Es war einmal … die Stickerei) eine Wiederbelebung. Heute verzieren geschickte Handwerker und Enthusiasten Tagesdecken, Bettwäsche, Handtücher, Vorhänge, Kissen und sogar festliche Kleidungsstücke und bringen so ein Erbe ans Licht, das für das echte Made in Italy steht.

Stickereiverbände und -gruppen sind auch in Rimini, Riccione, Bellaria und in Orten im Hinterland von Rimini wie Montescudo und Coriano aktiv. Hier werden Stickereien verschiedener Art hergestellt, darunter Makramee, Klöppelspitzen und Klöppelspitzen in Spitzenrahmen, auf den Spuren der 1897 von Anita Sangiorgi in Rimini gegründeten Schule.

Die byzantinische Stickerei von Ravenna

Die Geschichte der Stickerei in Ravenna ist eng mit der Stadt verbunden. Die  byzantinische Stickerei kam zur Zeit des Exarchats von Ravenna (6.–8. Jahrhundert) aus dem Orient als Verzierung für die Gewänder der Exarchen und ihrer Höflinge. Im Laufe der Zeit wurden diese Techniken in das klösterliche Umfeld integriert und haben sich bis heute erhalten.

Heute wird die byzantinische Stickerei in Ravenna dank der Kurse des Centro Italiano Femminile weitergegeben, während im nahegelegenen Russi die Schule von Irma Scudellari Melandri diese Tradition am Leben erhält. Die Handwerker von Bizantina Ars arbeiten auf Leinenstoffen und sticken mit Gold-, Silber- und Seidenfäden, wobei sie traditionelle Stiche wie den Grasstich und den Mattenstich verwenden, die für die hervorragende italienische Handwerkskunst stehen.

Die Ars Canusina

Die Ars Canusina

In Reggio Emilia, in den Ortschaften Casina und San Polo, ist eine weitere historische Tradition erhalten geblieben: die Ars Canusina. Bei dieser antiken Technik werden auf Leinen und Seide die für die Zeit von Mathilde von Canossa (1046–1115) typischen Stilelemente, wie Friese und Dekorationen von lokalen Baudenkmälern, nachgebildet.

Der Verein Reggio Ricama hat eine entscheidende Rolle bei der Wiederbelebung dieser Kunst gespielt, indem er Werke in warmen Rost- und Brauntönen mit Stichen wie dem Grastich und dem Kästchenstich geschaffen hat. Der Verein organisiert auch Kurse und praktische Vorführungen und macht so das textile Erbe zu einem lebendigen Beispiel für das Made in Italy.

Romagna: Made in Italy in Leinwand gewebt

ricamo

Schließlich wird in der Romagna noch eine weitere jahrhundertealte Tradition gepflegt: der Druck auf Leinwand. Diese seit dem 18. Jahrhundert angewandte Technik hat in den Gebieten Forlì-Cesena, Ravenna und Rimini wieder Aufschwung erfahren.

Für die Herstellung der romagnolischen Leinwände werden natürliche Stoffe wie Leinen oder Hanf sowie Matrizen aus Birnenholz verwendet, die von den Handwerkern selbst graviert werden. Die Farben, darunter Rost, Ockergelb, Blau und Rot, werden von Hand zubereitet und aufgetragen, um Tischdecken, Schürzen, Tagesdecken und andere Stoffe herzustellen, die mit traditionellen Motiven verziert sindEfeublätter, Ähren, Hähne, Weinreben und Weintrauben. Viele Druckereien in der Region öffnen ihre Türen für Besucher, um Führungen anzubieten und ihnen ein immersives Erlebnis des echten Made in Italy zu ermöglichen.

Ops! C'è stato un problema con la condivisione. Accetta i cookie di profilazione per condividere la pagina.