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Die Kirche Madonna che scappa
Die Kirche San Filippo Neri nimmt einen besonderen Platz im Herzen der Einwohner von Sulmona ein. Hier empfängt die trauernde Jungfrau die Nachricht von der Auferstehung ihres Sohnes während des Ritus der Madonna che scappa (der fliehenden Jungfrau), der berühmtesten und folkloristischsten Osterfeier der Abruzzen.
Der Bau geht auf das 17. Jahrhundert zurück, obwohl der letzte Stein erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts offiziell verlegt wurde. Das Erdbeben von 1706 zwang die Stadt Sulmona, das Gebäude wiederaufzubauen, das sich heute mit einer der ungewöhnlichsten Fassaden in ganz Italien präsentiert.
Die Fassade, die zu der bereits bestehenden, dem Heiligen Augustinus geweihten Kirche gehörte, wirkt aufgrund ihrer quadratischen Form und der auf ein Minimum reduzierten Verzierung fast unvollendet. Besonders beeindruckend ist das Portal, eines der raffiniertesten Beispiele der Gotik der Abruzzen.