Beide Richtungen dieses Weges sind durch eine spezielle Beschilderung gekennzeichnet
Albert von Stade wurde Ende des 12. Jahrhunderts geboren und war ab 1232 Abt des Benediktinerklosters Santa Maria in Stade, einer bedeutenden Hansestadt an der Elbmündung. Während seiner Amtszeit bemühte er sich um die Einführung einer strengeren Reform nach dem Vorbild der Zisterzienserregeln und reiste nach Rom, um die Zustimmung von Papst Gregor IX. einzuholen.
Trotz der Zustimmung des Papstes wurde die Reform von den Mitbrüdern und dem Erzbischof von Bremen aus politischen Gründen abgelehnt. Enttäuscht gab Albert sein Amt auf, trat in den Franziskanerorden ein und widmete sich dort der Abfassung der „Annales Stadenses“, einer lateinischen Chronik der kirchlichen und politischen Ereignisse seiner Zeit.
Das Werk enthält einen Abschnitt über die Pilgerwege nach Rom mit detaillierten Angaben zu Entfernungen, Etappen und dem Zustand der Straßen. Die von Albert beschriebene Route ist heute die offizielle Strecke der Via Romea Germanica.