Die Varronischen Quellen in Cassino: wo das Wasser von zweitausend Jahren Geschichte erzählt
Die Varronischen Quellen befinden sich im Ortsteil Monticello von Cassino, nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt. Hier entspringen Tausende von Quellen, die das größte Quellgebiet Italiens bilden und einen Nebenarm des Flusses Gari speisen. Das Wasser tritt mit einer Temperatur von 13 Grad an die Oberfläche, die das ganze Jahr über konstant ist, und hat eine Durchflussmenge von 18 m³ pro Stunde. Ein Park mit Trauerweiden, Bächen und Springbrunnen mit fortlaufendem Wasserstrahl. Das ist nicht die Art von Ort, die man hinter einem Bahnhof erwarten würde.
Die Villa des Gelehrten Marcus Terentius Varro
Der Name leitet sich von Marcus Terentius Varro (116 bis 27 v. Chr.) ab, dem produktiven Gelehrten des antiken Roms, dem etwa 620 Bücher zugeschrieben werden. Er besaß hier eine riesige Villa mit Thermalbädern, einer monumentalen Voliere und einem Fischteich. Das Gut wurde von seiner Frau Fundania erworben, und Varro zog sich hierher im Alter zurück, um seine Abhandlung über die Landwirtschaft „De re rustica“ zu schreiben, die er diesem Ort widmete.
Mineralwasser zwischen den Trauerweiden
Der heutige Park entstand in der Nachkriegszeit. Das Wasser, das als kaltes, mäßig mineralhaltiges Bikarbonatwasser eingestuft wird, eignet sich bei Nieren-, Magen- und Gichtbeschwerden. Überall im Grünen sind kleine Brunnen zu finden: Füllen Sie Ihre Flasche und trinken Sie. Der „Bosco delle Favole“ (Märchenwald), ein Campingplatz mit Bereichen für Picknicks, Versammlungen und sportliche Aktivitäten, befindet sich ebenfalls im Park.