Die UNESCO-Stätten entlang des italienischen Frankenwegs
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Den Frankenweg in Italien zu begehen bedeutet, atemberaubende Landschaften und Gebiete voller Spiritualität zu durchqueren, aber auch Orte, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Sie sind lebendige Zeugnisse der italienischen Geschichte, Kunst und Kultur, die jede Etappe zu einem tiefgreifenden Erlebnis machen.
Die UNESCO-Stätten entlang des italienischen Frankenwegs sind mehr als nur Orte, die man besuchen kann: Sie sind Verbindungspunkte zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Wallfahrt und Kultur. Jede Stätte ist ein Abschnitt in der Geschichte, und den Frankenweg zu begehen bedeutet, Schritt für Schritt mit diesem universellen Erbe in Einklang zu kommen.
Ivrea, die Industriestadt des 20. Jahrhunderts
Im nördlichen Teil des Frankenwegs, im Piemont, liegt Ivrea, das 2018 als Beispiel für eine moderne Industriestadt anerkannt wurde. Sie wurde von Adriano Olivetti für die Arbeiter des gleichnamigen Unternehmens entworfen und ist ein seltenes Beispiel für die Integration von Architektur, Arbeit und sozialer Vision.
Val d'Orcia
In der Toskana, zwischen Radicofani und Siena, ist das Val d'Orcia eine ikonische Landschaft mit geschwungenen Hügeln, Zypressen und intakten Dörfern. Es wurde 2004 in die UNESCO-Liste aufgenommen und ist ein seltenes Beispiel für eine Agrarlandschaft der Renaissance, in der Natur und menschlicher Einfallsreichtum in Harmonie zusammenleben. Pienza, San Quirico d'Orcia und Bagno Vignoni sind nur einige seiner Wunder.
Siena
Siena,das mittelalterliche Herz der Toskana, gehört seit 1995 zum Weltkulturerbe. Ihre städtebauliche Struktur ist seit dem 14. Jahrhundert fast unverändert geblieben: Die Piazza del Campo, der Dom, der Torre del Mangia und die sich schlängelnden Gassen erzählen die Geschichte der Macht der Stadt. Der Palio verkörpert noch heute den Geist der Identität.
San Gimignano
San Gimignano ist ein Muss auf dem Frankenweg und steht seit 1990 auf der UNESCO-Liste. Berühmt für seine mittelalterlichen Türme – heute sind noch 15 der über 70 ursprünglichen Türme erhalten – hat es ein intaktes historisches Zentrum bewahrt. Fresken, Kirchen und Paläste erzählen vom künstlerischen Reichtum des toskanischen Mittelalters.
Rom
Rom, das Endziel des ursprünglichen Weges, gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe (1990 auf den Vatikan ausgedehnt). Als Symbol des Christentums umfasst es Jahrtausende der Geschichte: von den Foren bis zum Kolosseum, vom Petersdom bis zum Pantheon. Eine einzigartige Verflechtung von Glauben, Macht und Kunst.
Benevent – Santa Sofia
Im Süden der Francigena befindet sich in Benevent die Kirche Santa Sofia, Teil der Serien-Stätte „Die Langobarden in Italien“ (UNESCO 2011). Sie wurde 758 von Arechi II. erbaut und bewahrt mittelalterliche Fresken und eine einzigartige architektonische Struktur. Nebenan beherbergt das Museo del Sannio historische Zeugnisse, die von der sannitischen und römischen Zeit bis ins Jahr 1900 reichen.
Monte Sant'Angelo – San Michele Arcangelo
Zu den UNESCO-Stätten der Langobarden gehört auch das Santuario di San Michele in Monte Sant'Angelo am Gargano. Es wurde in den Felsen gehauen und gehört zu den ältesten Heiligtümern des Erzengels Michael in Europa. Seit dem Mittelalter ist es ein Wallfahrtsort und stellt die Begegnung zwischen östlicher und westlicher Spiritualität dar. Der von den Langobarden geliebte Kult des Heiligen Michaelist noch heute lebendig.