Übersicht
Der kleine Ort Brugnera liegt ein paar Kilometer südlich von Porcìa und Sacile. Er entstand im 13. Jahrhundert als Flusshafen an einer natürlichen Schleife des Flusses Livenza. Bei den damaligen Auseinandersetzungen zwischen den lokalen Potentaten – den Herren von Prata, der Gemeinde Treviso, dem Patriarchen von Aquileia, dem Haus Österreich … – bezog sich Brugnera auf die Grafen von Porcìa. Noch im 17. Jahrhundert war der Fluss die direkteste Verbindung zu den Häfen an der Adriaküste und genau hier befand sich die Hauptfassade der Villa Varda vor den Renovierungen des 19. Jahrhunderts.
Der Gebäudekomplex wird häufig für Veranstaltungen und Zeremonien genutzt, doch der Park kann regelmäßig besichtigt werden: Er umfasst 18 Hektar bezaubernder Vegetation im englischen Stil, die nicht nur schön anzusehen, sondern auch typisch für die Flusslandschaft der Region ist. Es gibt einen kleinen Parterre-Garten, einen Orangerie, eine kleine Kirche und ein Familienmausoleum.
In architektonischer Hinsicht präsentiert sich die Villa seit über einem Jahrhundert in derselben eleganten Form, nachdem sie von der Triester Familie Morpurgo de Nilma gekauft wurde, die bis 1943 Eigentümerin war. Ihr ist auch die derzeitige Gartengestaltung zu verdanken und sie war es, die das Gebäude dem Priesterseminar von Pordenone als Zeichen der Anerkennung für den während des Zweiten Weltkriegs gewährten Schutz überließ. Heute ist die Villa Varda Eigentum der Gemeinde Brugnera.
Villa Varda, 33070 Brugnera PN, Italia