Übersicht
Wie Warschau nach dem Zweiten Weltkrieg ist auch das heutige Gemona, immer noch an den Hängen des Chiampòn gelegen, aber ansonsten unwiderruflich verändert, das Ergebnis des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben von 1976. Beim Betreten des Doms Santa Maria Assunta fällt auf, dass die Säulen im Inneren sichtbar aus der Reihe tanzen. Weniger sichtbar ist, dass das Gebäude fest in eine erdbebensichere Struktur eingebettet ist und der Glockenturm fast von Grund auf neu gebaut wurde. Die bereits 1190 erwähnte Kirche wurde nach einer umfassenden Renovierung im Jahr 1337 neu geweiht. Bei den 1827 vorgenommenen Änderungen an der Fassade blieben der riesige Christophorus, das aus dem ursprünglichen Gebäude stammende Portal, die Rosette und die Galerie mit den Statuen der Madonna und der Heiligen Drei Könige erhalten. Beim Betreten der Kirche fallen neben Freskenfragmenten aus dem 14. Jahrhundert vor allem ein durch das Erdbeben verstümmeltes Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert auf (rechts), der spätere Chorraum mit Gemälden aus dem 16. Jahrhundert, der Hochaltar mit einem polychromen Marmor-Antependium (1654), das im Presbyterium hängende Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert und in der benachbarten Werktagskapelle ein römischer Altar aus dem 1. bis 2. Jahrhundert mit Delphinfiguren, die um das Jahr 1000 als Taufbecken wiederverwendet wurden.
Gegenüber der Kathedrale beginnt die schmale Achse der hübschen Via Bini, in der noch einige Häuser ihre Fresken erhalten haben.
33013 Gemona del Friuli UD, Italia