Übersicht
Es gibt Aspekte des Tourismus, die auf Fakten beruhen, die nicht offensichtlich sind. In Camporosso zum Beispiel gibt es keine gotischen Kathedralen oder Strände zu bestaunen. Hier ist die bemerkenswerte Tatsache, dass man von Tarvisio kommend ungewollt vom Schwarzmeer- zum Mittelmeerraum wechselt. Eine ähnliche Kontinentalpassage ohne Serpentinen im Stil von Stilfserjoch oder Maloja befindet sich in Prato alla Drava, unter den nicht weit entfernten Sextner Dolomiten.
Eine lokale Attraktion ist jedoch die Seilbahn, die Sie von Camporosso auf den 1789 Meter über dem Meer gelegenen Monte Santo di Lussari bringt, einen seit 1360 bekannten Wallfahrtsort, der auch heute noch ein äußerst malerisches Dorf ist. Man sagt, man isst gut, und zudem kann man im Winter Skifahren.
Von Camporosso aus geht es auf kurzem Weg nach Malborghetto-Valbruna, auf friaulisch Malborghet e Valbrune, auf deutsch Malborgeth-Wolfsbach, und auf slowenisch Naborjet-Ov?ja vas: Es handelt sich um zwei Dörfer, die wiederum im Val Canale-Tal liegen. In Malborghetto sticht der Palazzo Veneziano hervor, eine hochherrschaftliche Residenz, die Mitte des 16. Jahrhunderts von der aus Gemona stammenden Familie Pauli im venezianischen Stil erbaut wurde. Später als Hotel und anschließend als Sommerkolonie genutzt, beherbergt es heute eine geopaläontologische Sammlung und eine Dokumentation über das Bergwerk Raibl.
33018 Camporosso In Valcanale UD, Italia