Die Variante zur Abtei von Farfa führt durch die charakteristischen mittelalterlichen Dörfer Toffia und Fara in Sabina. Die Route verläuft über weite Strecken auf Nebenstraßen durch Olivenhaine. Die bedeutendsten Anstiege sind die nach Fara in Sabina und Poggio Moiano. Die Variante ist ein angenehmer Abstecher, um eine der wichtigsten Benediktinerabteien Italiens zu entdecken: Farfa. Die Straße durch La Piana endet an den Hängen des Monte Calvo, in der Nähe des Vocabolo Pratolungo. Hier gabelt sich die Strecke: In Richtung Süden geht es hinauf nach Santo Paolo Alto und weiter nach Ponticelli, in Richtung Norden nach Farfa. Man kommt in der Ortschaft Osteria Nuova an, wo sich die Kirche und die Grotta dei Massacci befinden, ein monumentales Grab aus dem 2. Jahrhundert, das in ein Bauernhaus integriert ist. Die lange Variante ermöglicht die Entdeckung und den Besuch der prächtigen Benediktinerabtei von Farfa, die 1928 wegen ihrer architektonischen und künstlerischen Schönheit zum Nationaldenkmal erklärt wurde. In der Basilika befindet sich das Jüngste Gericht, das der Niederländer Henrik van der Broek mit Öl auf die Rückwand gemalt hat, während an der Decke des Querschiffs und im Chor die grotesken Verzierungen der Schule von Zuccari hervorstechen. Es ist unmöglich, die Kirche zu verlassen, ohne vier weitere wichtige Werke bewundert zu haben: In den linken Kapellen befinden sich drei Werke von Orazio Gentileschi (S. Orsola, Madonna mit Kind, Kreuzigung von S. Pietro) und das, was wahrscheinlich als das erste Werk von Artemisia Gentileschi, der Tochter von Orazio, gilt. Reizvoll ist auch das Dorf Farfa mit seinen alten Geschäften.