Das Museum des Palazzo Doebbing in Sutri: Der ehemalige Bischofspalast von Tuscia, der zum Museum wurde
Das Museum des Palazzo Doebbing befindet sich im ehemaligen Bischofspalast von Sutri. Jahrhundertelang war er Bischofssitz, heute ist er ein Ausstellungsraum von etwa 1.000 Quadratmetern auf fünf Ebenen, der der antiken und zeitgenössischen Kunst gewidmet ist. Das Bistum Sutri hat seine Wurzeln im frühen Mittelalter – und sogar Papst Pius V. hat hier Halt gemacht.
Ein deutscher Bischof, der Spuren hinterlassen hat
Die Persönlichkeit, die diesen Ort am meisten geprägt hat, ist Joseph Bernard Doebbing. Er wurde 1855 in Deutschland geboren und war ab 1900 Bischof von Nepi und Sutri. Als Mann des Glaubens und der Kultur renovierte er den Palast und förderte Initiativen zur Erziehung der Jugend, des Klerus und der gesamten Gemeinde. Er starb 1916 in Rom. Der Palast blieb bis 1986 Bischofssitz, danach folgten Jahre der Vernachlässigung und des Verfalls.
Vom Verfall zum Museum
Zwischen 2010 und 2018 hat die Diözese Civita Castellana mit Mitteln der Region Latium eine umfassende Restaurierung in Auftrag gegeben. Nach einem Entwurf des Architekten Romano Adolini wurde das Gebäude in eine Ausstellungsstätte umgewandelt. Auf Vorschlag des Bürgermeisters trägt der Palast den Namen des Bischofs Doebbing. Aus der Zusammenarbeit zwischen Vittorio Sgarbi und Bischof Romano Rossi entstand die Idee eines Museums, das Meisterwerke aus allen Epochen beherbergen kann – nicht nur, um sie zu bewahren, sondern auch, um Kultur für das Gebiet zu schaffen.