Übersicht
Die Kirche wurde von Pasquale I. zu Beginn des IX, an der Stelle des Hauses des Ehemannes der Heiligen, die unter Marcus Aurelius gemartert wurde. Sie wurde im 18. Jahrhundert umgebaut, als das Innere renoviert und die Fassade zum Innenhof hin errichtet wurde, obwohl der Mosaikfries des Portikus und der Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert ist. Am Anfang des rechten Kirchenschiffs führt ein von Paul Brill mit Fresken bemalter Korridor zum Calidarium, in dem die alten Thermalrohre zu sehen sind, in denen die Heilige vor der Hinrichtung drei Tage lang den Dämpfen ausgesetzt gewesen sein soll. Das gotische Ziborium, das 1293 von Arnolfo di Cambio signiert wurde, sticht im Presbyterium hervor. Unter dem Hauptaltar befindet sich die Statue der Heiligen Cecilia von Stefano Maderno (1600), die sie so nachbildete, wie sie 1599 im Grab gefunden wurde, während man in der Apsis ein großes Mosaik aus der Zeit um 820 bewundern kann. Eine Treppe führt zum Chor der Nonnen, der an die Gegenfassade angelehnt ist und zwischen 1289 und 1293 von Pietro Cavallini mit einem außergewöhnlichen Jüngsten Gericht bemalt wurde: Es wurde 1900 entdeckt und ist das bedeutendste Beispiel der Malerei vor Giotto. Im Untergeschoss sind die Ausgrabungen der Domus und der Krypta zu sehen.