Das Räubermuseum in Itri: Drei Arten, die Geschichte der Briganti zu erzählen
Am Corso Appio Claudio, entlang der antiken Via Appia, wurde 2003 in einem ehemaligen Heim das Museo del Brigantaggio (Museum des Banditentums) eröffnet, das im Rahmen eines zeitgenössischen Architekturprojekts umgebaut wurde, wobei neue Räume und transparente, von hinten beleuchtete Fassaden hinzugefügt wurden. Das Museum befindet sich an diesem Ort, weil hier am 10. April 1771 Michele Pezza geboren wurde, der Bandit, der in ganz Europa als Fra' Diavolo bekannt war.
Drei Abschnitte, drei Sichtweisen
Der von Vincenzo Padiglione kuratierte Rundgang zeigt drei Lesarten für das Phänomen des Brigantentums. In „Ragioni della Storia“ (Historische Gründe) wird die fast ein Jahrhundert andauernde Repression gegenüber den Briganten vorgestellt, die bis zu harter Repression jenseits der Gesetze reichte. In „Ragioni del Mito“ (Gründe für den Mythos) hingegen wird der Brigant als romantischer Held und Künstler beschrieben: Durch Flugblätter, Opern, Romane und sogar Filme wurde ein Bild geschaffen, das zwei Jahrhunderte überdauert hat. Der Abschnitt „Ragioni del Luogo“ (Gründe aufgrund des Ortes) ist der konkreten Umgebung gewidmet: Die „Gegend der Briganten“ - was seit Generationen ein Stigma ist, hat sich zu einem Identitätsmerkmal entwickelt.
Räumlichkeiten und Aktivitäten
Das Museum verfügt auch über ein Dokumentationszentrum, einen Mehrzwecksaal und einen Bookshop.