Übersicht
Auf dem imposanten Gipfel des Monte Venda, an einem abgelegenen und faszinierenden Ort, den man durch eine Wanderung inmitten der Natur erreichen kann, befinden sich die beeindruckenden monumentalen Ruinen des Klosters der Olivetaner. Dieser Ort besitzt nicht nur ein bedeutendes historisches und architektonisches Erbe, sondern bietet auch ein atemberaubendes Panorama, das noch heute eine mystische und suggestive Atmosphäre ausstrahlt. In der Antike galten die Berge als heiliger Ort der Begegnung zwischen Erde und Himmel, als Treffpunkt zwischen Mensch und Gott. Die einzigartige Form der Euganeischen Hügel inspirierte jahrhundertelang die Ansiedlung religiöser Gemeinschaften, die in den isolierten Gipfeln den idealen Rahmen für ein Einsiedlerleben fanden. Von dem imposanten Klosterkomplex San Giovanni Battista del Venda sind noch Teile der Kirche, des Glockenturms und der Krypta zu sehen, die dank der jüngsten Restaurierungsarbeiten vor dem Verfall bewahrt werden konnten. Die Geschichte dieses Ortes geht auf das 12. Jahrhundert zurück, als der Mönch Adam von Torreglia eine erste Eremitenkolonie gründete. Seine Blütezeit erlebte das Kloster im 14. Jahrhundert, als es sich den Olivetanern anschloss, einer angesehenen aristokratischen Benediktinerkongregation. Dank ihrer Unterstützung entwickelte sich das Kloster zu einem wichtigen geistlichen und wirtschaftlichen Zentrum. Das Kloster endete jedoch 1771, als die venezianische Republik seine Aufhebung verfügte. Die verlassenen Gebäude wurden zu einem Zufluchtsort für Hirten und verfielen langsam. Im Jahr 1818 besuchte der berühmte romantische Dichter Percy B. Shelley die Ruinen des Klosters von Venda. Dieser außergewöhnliche Naturbalkon inspirierte Shelley zu Versen, in denen er die Schönheit der Euganeischen Hügel pries und sie mit „blühenden Inseln“ verglich, die Trost im „Ozean der unermesslichen Qualen“ der menschlichen Seele böten. Die Ruinen des Klosters Olivetan, die Geschichte, Natur und landschaftliche Schönheit miteinander verbinden, sind auch heute noch ein Ort von großer Faszination und Anziehungskraft.