Übersicht
Die Gruppe der Brenta-Dolomiten erhebt sich im Westen der Region als eine einsame Kalksteininsel, die auf jeder Seite von tiefen Tälern begrenzt wird: im Westen das vom Sarca gegrabene Rendena-Tal und das Meledrio-Tal, seine natürliche Fortsetzung in Richtung des Sole-Tals, im Norden die große Schleife, die durch den Fluss Noce zwischen dem Sole-Tal und dem Non-Tal gebildet wird, und im Osten die Schlucht des Molvenosees. Im Schatten des Massivs haben diese Täler unterschiedliche Schicksale erlitten.
Auch die Geschicke des Nonstals sind mit seiner Geschichte und seiner Lage verbunden. Als natürliche Verbindung zwischen dem deutschsprachigen und dem italienischsprachigen Gebiet war das „Val di Non“ oder „Anaunia“ seit jeher in die Machtkämpfe zwischen Kirche, Reich und mächtigen lokalen Feudalherren verwickelt: Davon zeugen noch heute die zahlreichen Burgen des Tals (hervorzugeben ist hier Castel Thun) mit ihren Verteidigungsmauern, Türmen, Bastionen, Wassergräben und prachtvollen, raffinierten Innenräumen. Auch Wallfahrtsstätten und Kirchen gibt es in großer Zahl, wie die eindrucksvolle Wallfahrtskirche S. Romedio. Natürlich fehlt es auch nicht an beeindruckenden Naturlandschaften: Pässe und Schutzhütten, Seen wie den von Molveno mit dem zugehörigen Dorf, wobei das ganze Tal mit Apfelplantagen bedeckt ist, die Äpfel von höchster Qualität liefern: Es wird daher auch Valle delle Mele (Apfeltal) genannt.
Val di Non, Provincia autonoma di Trento, Italia