Eine Reise zum Mittelpunkt der Erde inmitten von Felsblumen und unmöglichen Skulpturen im Herzen des Sulcis.
Im Südwesten Sardiniens bieten die Höhlen von Is Zuddas eine märchenhafte Landschaft, die in Millionen von Jahren vom Wasser geformt wurde. Ein unterirdisches Labyrinth, bewacht vom Monte Meana und nicht weit vom Dorf Santadi entfernt. Es stellt ein wahres geologisches Meisterwerk dar.
Die Höhle mit einer konstanten Temperatur von 16 Grad empfängt die Besucher auf einer etwa 500 Meter langen Touristenroute voller Wunder. Man durchquert majestätische Säle wie den der Orgel, wo eine Säule aus Stalaktiten und Stalagmiten an die Pfeifen des Musikinstruments erinnert, und bewundert die zarten nadelförmigen Aragonite, riesige Kristallbüschel, die als „Felsblumen“ bekannt sind.
Warum Sie dorthin gehen sollten: Is Zuddas birgt einen Schatz, der diesen Ort einzigartig auf der Welt macht: die exzentrischen Aragonitformationen. In dem ihnen gewidmeten Saal trotzen diese Filamente aus Stein der Schwerkraft, indem sie sich in alle Richtungen entwickeln und wunderbar weiße Verflechtungen schaffen, die „verrückt gewordenen Fäden“ ähneln. Ihr Ursprung ist noch immer geheimnisumwittert.
Kuriositäten und Tipps: Am Eingang der Höhle sind noch Spuren des Prolagus sardus zu sehen, eines seit Jahrhunderten ausgestorbenen Nagetiers. Wenn Sie den Ort in der Weihnachtszeit besuchen, wird der Orgelsaal zur Kulisse einer eindrucksvollen Krippe, die mit Skulpturen aus Trachyt ausgestattet ist.
In der Umgebung: Das Erlebnis endet nicht unter der Erde. Santadi ist ein exzellentes Zentrum für den Wein Carignano und für Traditionen wie die berühmte maurische Hochzeit. Freunde der Archäologie können die Erkundung in Richtung der Höhle von Su Benatzu (oder Pirosu), einem alten Nuraghenheiligtum, fortsetzen oder die Stätte von Pani Loriga besuchen. Für Naturfreunde bietet der nahe gelegene Park Gutturu Mannu jahrhundertealte Wälder, die ideal zum Wandern sind.