Nach dem Besuch der eindrucksvollen Chiesa del Santo Sepolcro in Acquapendente, deren prächtige Krypta symbolisch das Heilige Grab von Jerusalem nachbildet und vor der Weiterreise einen Moment der Besinnung bietet, geht es auf der Via Romea Strata weiter in Richtung Süden zwischen sanften Hügeln und weitläufigen landwirtschaftlichen Flächen.
Der Weg führt nach San Lorenzo Nuovo, einem gepflegten Dorf mit Panoramablick, das von oben auf den See blickt. Von hier aus eröffnet sich einer der ersten unvergesslichen Ausblicke auf den Bolsenasee: eine ruhige Wasserfläche, die den alten Vulkankrater füllt, mit seinen Inseln, die am Horizont auftauchen. San Lorenzo Nuovo ist dank der im Dorf vorhandenen Dienstleistungen auch ein strategischer Punkt, um die Etappe zu unterbrechen.
Nachdem Sie den Ort hinter sich gelassen haben, beginnt der Abstieg in den Vulkankrater. Die Strecke wird besonders angenehm: Unbefestigte Straßen und Feldwege wechseln sich mit asphaltierten Nebenstraßen ab, in einem ständigen, sanften Auf und Ab zwischen silbernen Olivenhainen, offenen Wiesen und kleinen Wäldern. Der See bleibt oft im Hintergrund und begleitet den Wanderer mit immer wieder neuen Ausblicken und dem Gefühl, sich langsam dem Ziel zu nähern.
Die Ankunft in Bolsena erfolgt allmählich und ist eindrucksvoll: Das Profil des Dorfes erhebt sich über dem Wasser und lädt dazu ein, den Tag in seinen mittelalterlichen Gassen und an der Seepromenade ausklingen zu lassen.
Achtung: Erfrischungsmöglichkeiten und Wasser gibt es nur in San Lorenzo Nuovo. Es ist daher ratsam, gut versorgt aufzubrechen, insbesondere in den wärmeren Monaten..