Wallfahrtskirche Madonna della Quercia: Die Kirche, die ihren Ursprung einem Schneefall im August verdankt
In Marano Equo, im Herzen des Aniene-Tals, befindet sich die Wallfahrtskirche Madonna della Quercia. Ihr Ursprung ist mit einer unglaublichen Legende verbunden: Als es an einem 5. August auf wundersame Weise und bei strahlendem Sonnenschein schneite, zeichnete der Schnee den Grundriss der Kirche auf den Boden. Mit diesem Ereignis fand ein langer Streit um den Besitz eines heiligen Bildes der Madonna sein Ende.
Ein Streit zwischen Dörfern
Nach der Legende war das heilige Bild auf einer Eiche an der Grenze zum nahegelegenen Dorf Anticoli Corrado erschienen. Beide Dörfer beanspruchten es für sich. Der im Sommer gefallene Schnee, der anzeigte, dass das Gebäude mit der Fassade in Richtung Marano zeigen sollte, war das erste göttliche Zeichen. Die Einwohner von Anticoli sollen sich jedoch erst endgültig geschlagen gegeben haben, nachdem sie einen „Wettlauf“ der Prozessionen verloren hatten, bei dem es darum ging, als Erste den heiligen Ort zu erreichen.
Kunst und eine frische Wunde
Der Innenraum der Kirche ist schlicht und durch große Bögen in drei Joche unterteilt. An der linken Wand ist die Freske von Francesco Cozza aus dem Jahr 1634 zu sehen, welche die Szene des Wunders darstellt. Leider ist die originale Holzstatue aus dem 18. Jahrhundert nicht mehr vorhanden. Sie wurde 1978 gestohlen. Heute wird an ihrer Stelle eine Kopie verehrt.
Die Wallfahrtskirche ist ein Ort des praktizierten Glaubens. Der Eintritt ist in der Regel frei, die Öffnungszeiten können jedoch variieren. Das Hauptfest, bei dem ein vollkommener Ablass erworben werden kann, wird jedes Jahr am 5. August gefeiert.