Die Kirche Sant‘Andrea Apostolo in Jenne: die große Pfarrkirche der Abtei von Subiaco
In Jenne, einem kleinen Dorf in den Monti Simbruini, etwa 70 Kilometer von Rom entfernt, thront die Pfarrkirche Sant‘Andrea Apostolo mit ihrer neoklassizistischen Fassade, die für ein Dorf mit wenigen hundert Einwohnern unverhältnismäßig groß erscheint, über der Piazza Vittorio Emanuele. Sie wurde in genau vierzig Jahren erbaut und ist nach den beiden Klöstern von Subiaco die größte Pfarrkirche der Territorialabtei von Subiaco.
Der Architekt, der die Fertigstellung der Arbeiten nicht erlebte
Der Grundstein wurde am 6. Juli 1835 gelegt. Der Entwurf stammt von Nicola Jona, einem aus Trevi nel Lazio stammenden Architekten, der die Bauarbeiten bis zu seinem Tod persönlich leitete, ohne die fertige Kirche jemals zu sehen. Die Arbeiten dauerten bis zum 13. September 1874, als Kardinal Raffaele Monaco La Valletta, Kommendatarabt von Subiaco, das Gebäude weihte.
Was es im Inneren zu entdecken gibt
Im Inneren, das den Grundriss eines lateinischen Kreuzes hat, befinden sich zwei Werke, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Über dem Hauptaltar befindet sich ein farbiges Holzkreuz aus dem späten 17. Jahrhundert. Auf dem ersten Seitenaltar befindet sich das Altarbild des Heiligen Rocco, des Schutzpatrons von Jenne, das 1863 von dem römischen Priester Alessandro Zamboni gemalt wurde. Ein wenig bekanntes Detail: Die beiden Säulen, die den Chor tragen, stammen der Überlieferung nach aus der Villa des Trajan in Arcinazzo.