Kirche Santa Maria della Catena in Gaeta: die Kapelle am Meer, die einen Papst verzauberte
Über dem Strand von Fontania thront ein ganz besonderer Ort. Es handelt sich um die Kirche Santa Maria della Catena, eine kleine Kapelle mit einem atemberaubenden Blick auf den Golf. Ihre Geschichte beginnt im Jahr 1635, aber berühmt ist sie vor allem wegen eines illustren Besuchers: Papst Pius IX., der sich während seines Exils in Gaeta im Jahr 1849 gerne hierher zurückzog, um zu beten, da er von der Aussicht verzaubert war.
Eine königliche Restaurierung
Kurz nach dem Besuch des Papstes änderte sich das Aussehen der Kirche. König Ferdinand II. finanzierte eine umfassende Restaurierung. Er ließ das Presbyterium, den Raum um den Altar, erweitern und vor allem die elegante Kuppel errichten, die die Kirche noch heute prägt. Ein Hauch von königlicher Pracht für einen Ort, der über Jahrhunderte hinweg nur als Rückzugsort für Eremiten diente.
Ein Altar, der gereist ist
Das Innere ist heute schlicht gehalten. Ein einziges Kirchenschiff. Doch der Altar hat eine kuriose Geschichte: Es handelt sich um ein barockes Stück aus dem 18. Jahrhundert, das nicht aus dieser Kirche stammt. Tatsächlich stammt er aus der Kirche San Giovanni a Mare und wurde erst 1928 im Rahmen der Restaurierung dieses Gebäudes hierher gebracht. Heute wird es von den Schwestern der Anbetung des Blutes Christi betreut, die sich seit 1940 um den Komplex kümmern.
Die Kirche ist Teil eines Klosters. Sie ist nicht immer für die Öffentlichkeit zugänglich, kann aber von außen bewundert werden, und der Blick auf den Strand von Fontania ist für alle zugänglich.