Die Kathedrale von Gaeta und ihr Glockenturm: ein Meisterwerk zwischen Rom und Orient
Im mittelalterlichen Gaeta dominiert ein unverwechselbarer, 57 Meter hoher Turm die Silhouette der Stadt: der Glockenturm von Gaeta. Dieses arabisch-normannische Meisterwerk mit seiner Spitze aus bunten Majoliken ist das Symbol der Kathedrale von Gaeta. Seine Geschichte ist eine Geschichte der Wandlung, angefangen bei seinem Sockel, der aus Marmorblöcken aus einem antiken römischen Mausoleum errichtet wurde. Er ist ein Stück Rom im Herzen des Dorfes.
Vom Turm zur Kathedrale
Ursprünglich war der Glockenturm der Hauptzugang zur Kirche. Steigt man die Treppe hinauf, kann man noch heute zwei mittelalterliche Flachreliefs sehen, die die Geschichte von Jona und dem Seeungeheuer erzählen. Bei einer kürzlich durchgeführten Restaurierung wurde das mittelalterliche Aussehen der Kathedrale, die den Heiligen Erasmus und Marcian sowie Santa Maria Assunta (Mariä Himmelfahrt) geweiht ist, mit ihren ursprünglichen Säulen und Dekorationen im Stil der Kosmaten wiederhergestellt.
Der verborgene Schatz der Krypta
Die eigentliche Überraschung befindet sich jedoch unter dem Altar. Die Krypta des Doms, auch Succorpo genannt, ist ein Raum aus dem 17. Jahrhundert, der mit mehrfarbigem Marmor verkleidet ist, der einen einzigartigen szenografischen Effekt erzeugt. Sie wurde von neapolitanischen Architekten entworfen und beherbergt Fresken von Giacinto Brandi sowie die Reliquien des Heiligen Erasmus, des Schutzpatrons. Ein wahrer verborgener Schatz, der sogar die Bombenangriffe von 1943 überstanden hat.
Die Kathedrale ist ein Ort des praktizierten Glaubens. Es wird empfohlen, sich auf der Website der Erzdiözese Gaeta über die Öffnungszeiten für Besichtigungen, insbesondere für die Krypta, zu informieren, da diese variieren können.
Das Gebäude ist aufgrund von Treppen nicht barrierefrei.