Kloster San Domenico in Collepardo: Der erste Klosterkomplex von Trisulti
Das Kloster San Domenico in Collepardo ist der ursprüngliche Kern, aus dem das berühmtere Kartäuserkloster Trisulti hervorgegangen ist. Es wurde im Jahr 996 vom Benediktinermönch Dominikus von Sora gegründet, der aus Foligno stammte. Heute sind nur noch die Ruinen erhalten, die sich nur wenige hundert Meter von der Kartause entfernt befinden.
Ein Hirsch, eine Grotte und ein Kloster
Im Jahr 983 kam Dominikus zusammen mit dem Mönch Johannes nach Trisulti. Sie zogen sich in eine Höhle am Fuße des Monte Porca zurück. Drei Jahre lang dauerte die absolute Stille an, bis ein von Jägern verfolgter Hirsch in die Grotte eindrang und das Versteck des Heiligen offenbarte. Von diesem Moment an begannen die Menschen, ihn aufzusuchen. Im Jahr 987 verließ Dominikus, inspiriert von einem Engel, der ihm nachts erschien, die Einsiedelei und begann mit dem Bau einer Kirche, die dem Heiligen Bartholomäus geweiht und 996 fertiggestellt wurde.
Zahlreiche Wunder und wachsender Ruhm
Dem Heiligen werden zahlreiche Wunder zugeschrieben. Dazu zählen unter anderem das Wunder, das sich während der Errichtung des Klosters ereignete, als ein Felsbrocken, der sich vom Berg gelöst hatte, durch das Zeichen des Kreuzes von Dominikus aufgehalten wurde, sowie die Heilung einer Adligen, die an einer Blutung litt und augenblicklich genesen war, nachdem sie das Wasser getrunken hatte, das der Heilige mitgebracht hatte. Diese Wunder trugen dazu bei, seinen Ruhm weit über die Grenzen der Ciociaria hinaus zu verbreiten.
Weitere Informationen
Die Ruinen befinden sich an der Straße, die von der Kartause Trisulti zum Ortsteil Civita führt. Das Fest wird am 22. August gefeiert, dem Tag der Heiligsprechung des Dominikus im Jahr 1104.